Die Anlage wurde im Gewerbegebiet von Wolpertshausen errichtet Bisher sind vier Landwirte an dem Projekt beteiligt. In der zweigeteilten Anlagenhalle werden auf der einen Seite Speisereste und Fettabscheiderinhalte angeliefert, auf der anderen Seite Gülle angeliefert und vergorenes Substrat abgeholt.

Um eine optimale Ausbringung des vergorenen Substrats zu gewährleisten, wird den Landwirten ein modernes Ausbringungsgerät in Form eines 15 m3 - Fasses mit Schleppschlauchverteilertechnik (sehr geringe Methanemission) zur Verfügung gestellt.

Speisereste und Fettabscheiderinhalte werden bei 70° C hygienisiert und in den liegenden Stahlfermenter neben der Anlagenhalle gepumpt, wo sie rund sieben Tage zur Versäuerung bleiben.

Danach wird das Gesamtsubstrat in die beiden wärmegedämmten Betonfermenter übergeleitet  und steht den methanbildenden Bakterien bei einer Temperatur von rund 40° C ca. 60 Tage als Nahrungsgrundlage zur Verfügung.

in den beiden anschließenden Substratlagern verbleibt das vergorene Substrat bis zur Ausbringung. Da in den Lagerbehältern ebenfalls noch etwas Biogas erzeugt wird, sind sie auch an das Gaslager (Foliensack im letzten Betonbehälter) angeschlossen.

Das Gas wird von drei Gasmotoren mit 250 kW elektrischer Leistung zu Strom und Wärme verarbeitet. Der Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist, die Wärme in ein Nahwärmenetz, mit dem Wohn- und Gewerbegebiete versorgt werden.